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14.09.2017 15:13

Tash Sultana aus Down Under

Ich bin immer wieder am stöbern nach neuer Musik, weil ich neugierig bin auf neue Sounds und Styles. Außerdem spielt Musik einfach eine große Rolle in meinem Leben. Meinen ersten Blog zum Tag "music" widme ich Tash Sultana, einer jungen Musikerin aus Melbourne.

Wikipedia bezeichnet sie als "Singer-Songwriterin, Multiinstrumentalistin, Beatboxing- und Looping-Künstlerin." Nicht sonderlich erhellend, aber Tash entzieht sich in meiner Wahrnehmung tatsächlich auch jeder Schublade. Charakteristisch ist, dass sie überwiegend solo auf die Bühne geht und mit einer spooky Sammlung von Loopern Schicht für Schicht in ihrer Lyrik und Dichte faszinierende Songs entwickelt.

Meisterschaft zeigt sie schon damit, dass sie perfekt gefizzelte Looperstückchen ohne zu zögern wieder wegklickt, wenn sie ihren musikalischen Zweck erfüllt haben. Manche Looper-Artisten ersticken ihr Publikum ja zu gerne mit ihren technischen Glanzstückchen. Zu dieser Kategorie gehört Tash Sultana definitiv nicht. Ihr geht's um ihre Lieder, um ihre Musik.

Spaß bereiten mir auch die Videos, auf denen sie die Bodentreter (so wurden die Fußschalter von meiner Generation genannt) förmlich betanzt. Dass sie gut singt und Gitarren, Trompeten und sonst noch Instrumente bühnenreif beherrscht, sei nur am Rande erwähnt.

Bekannt wurde Tash ab Mai 2016, als sie bei Youtube und Facebook das "Live Bedroom Recording" ihres ersten Hits "Jungle" veröffentlichte. Millionen Klicks in kürzester Zeit, der Hype war losgetreten. Jetzt, keine zwei Jahre später, tourt sie durch die Welt und die Konzerte sind meist schnell "sold out". Ihr einziges Konzert in Deutschland ist am 1. November 2017 im Berliner Tempodrom.

Ganz mitbekommen habe ich diese Geschichte nicht: Das Deutschland-Konzert war für September geplant und überlichtschnell in ganz Europa ausverkauft. Es wurde wegen Krankheit verschoben und bei der Gelegenheit an eine größere Location verlegt. Hier eine Stellungnahme ihres Management, die auch zwischen den Zeilen gelesen werden kann. Bleibt zu hoffen, dass da kein junges Talent verheizt wird, "outgeburned" wäre noch deutlicher wenn es das Wort gäbe.

Tags: music